Gute Idee – unbefriedigende Umsetzung: SPD von NORMA-Planung enttäuscht

SPD KlimaschutzSchon vor einigen Monaten haben wir als SPD-Fraktion unsere Ideen für das ISEK-Verfahren der Öffentlichkeit präsentiert: Ein zentraler Punkt war dabei der Gedanke, im Osten von Baiersdorf -zwischen Hut, Igelsdorf und Hagenau – ein Nahversorgungszentrum zu errichten. Unser Konzept sieht hier ein mehrgeschossiges Nahversorgungszentrum vor, wo nach unseren Vorstellungen neben Einzelhandel auch Büros, Praxen sowie eine Wohnnutzung umgesetzt werden sollen. Ziel soll es sein, den Bewohnern der östlichen Ortsteile eine wohnortnahe, nach Möglichkeit auch fußläufig oder mit dem Fahrrad erreichbare Nahversorgungsgelegenheit zu erschließen. Dies würde auch in erheblichem Maße innerörtlichen Ziel- und Quellverkehr vermeiden, der momentan noch durch die unumgänglichen Einkaufsfahrten in den Stadtwesten und Stadtnorden entsteht. Insofern standen wir den Plänen der NORMA, ihren Standort vom Kreuzbach an die von uns vorgeschlagene Stelle zu verlagern, durchaus wohlwollend gegenüber. Umso enttäuschter waren und sind wir von den konkreten Plänen der NORMA: Eine fantasielose Planung, fast ausschließlich eingeschossig, noch mehr asphaltierte Parkflächen als am alten Standort – und keine nennenswerte Bereitschaft der Planer, mit kreativen Lösungen unseren Vorstellungen entgegenzukommen. Dazu bietet der Investor noch jede Menge vager und unverbindlicher Ankündigungen („vielleicht“, „könnte man dann“, „wenn es die Nachfrage erlaubt“ usw.): Dies gilt z.B. für die Ankündigung, neben der NORMA einen Bio-Markt anzusiedeln. Eine Garantie gibt es natürlich nicht, im eingereichten Plan steht lediglich „Fachmarkt“ – wer von einem Bio-Laden träumt, könnte also ganz schnell mit etwas ganz anderem aufwachen. Auch für die Nachnutzung des bestehenden NORMA-Marktes gibt es keine festen Zusagen, lediglich unverbindliche Absichtserklärungen. Offenbar ist das dem Bürgermeister genug, uns reicht es nicht. Deshalb haben wir als SPD-Fraktion angekündigt, gegen den Antrag des Investors zu stimmen. Denn: Eine schlechte Umsetzung unserer Idee würde eine gute Umsetzung in Zukunft verhindern – wir wollen aber eine optimale Lösung für unsere Bürgerinnen und Bürger. Letztendlich beschloss der Stadtrat, das Projekt ins laufende ISEK-Verfahren einzuspeisen.

Matthias Götz, 12.12.2019

 

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